Eine gesungene Liebeserklärung

So titelte der Südkurier, als er in seiner Ausgabe vom 25.10.2025 unser Konzert in Gottmadingen besprach. Besser hätten wir unsere Leidenschaft für den georgischen Gesang selbst nicht beschreiben können! Hier zwei Auszüge aus dem Artikel:

„Dass alle Sänger mit vollem Herzen dabei sind, war vom ersten Ton an zu hören.“

„Selten kann man in einem Chorkonzert einzelne Stimmen so klar identifizieren: Eine klingt dunkel und rau, eine andere glockenhell. Man wundert sich, wie dieses diffizile Stimmengemisch so sicher zu einem harmonischen, gefühlvollen Klang zusammengefügt wird. Man erhielt einen Blick in die georgische Seele.“

Das freut uns natürlich sehr! Danke!

Konzert in Gottmadingen

Am Samstag den 18. Oktober war unser Chor zu Gast in der evangelischen Kirche zu Gottmadingen.
Wir wurden hier auf das Herzlichste empfangen und durften bei toller Akustik und stimmungsvoller Beleuchtung unser aktuelles Programm „lieben – leben“ präsentieren.
Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und Freude bereitet, an diesem Ort unser erstes Konzert in der schönen Bodenseeregion singen zu dürfen.
Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht haben, v.a. Herrn Gassner und Herrn Mayer vom örtlichen Verein Fökuhei.

lieben – leben

! Konzert !

Samstag, 25. Oktober 2025, 18 Uhr, FR-Littenweiler

Unser aktuelles Programm „lieben – leben“ umfasst bekannte und weniger bekannte mehrstimmige georgische Volkslieder zu allen Situationen und Stationen des Lebens. Eine ganze Palette von Gefühlslandschaften: die Farben des Lebens und des Liebens – Trauriges und Schwungvolles, Sanftes und Kraftvolles. In Georgien wurde und wird die Tradition des gemeinsamen Singens immer gepflegt – ganz unabhängig von den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen des Landes. Der Fluss des Lebens geht weiter. Trotz allem.

Wir laden euch herzlich ein!

Der Eintritt ist frei. Spenden sind gerne gesehen.

Ort: Kappler Str. 25, FR-Littenweiler

Anfahrt mit ÖPNV: VAG Straßenbahn Linie 1 Richtung Littenweiler, End-Haltestelle „Laßbergstraße“

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PS: Wir singen dieses Konzertprogramm bereits eine Woche früher, und zwar am Bodensee! Wer also in dieser wunderschönen Region zu Hause ist oder gerade dort Urlaub macht:

Sa, 18. 10.2025, 18 Uhr, 78244 GottmadingenEvangelische Kirche, Lindenstr. 18

Workshop mit Nana Kalandaze

Am 6. Juli war die Musikerin und Komponistin Nana Kalandaze aus Tbilisi bei uns zu Gast. Von ihr stammt ein wundervolles Arrangement des Liedes „Mze Shina“ und unser Wunsch war es, diese Version in unser Repertoire aufzunehmen. Der Titel bedeutet soviel wie „Sonne im Herzen“ oder „die innere Sonne“ und gibt unserem Chor seinen Namen. Die bekannte, traditionell dreistimmige Version aus Guria singen wir schon sehr lange.

Mit ihrer offenen und fröhlichen Art gelang es Nana innerhalb kürzester Zeit, uns mit ihrem vierstimmigen Chorsatz vertraut zu machen und das anspruchsvolle Arrangement mit uns einzustudieren. Es machte uns riesig Spaß und der Workshop schien viel zu schnell vorbei zu sein. Nun werden wir fleißig weiter üben und euch das Ergebnis hoffentlich bald in einem Konzert präsentieren können.

Herzlichen Dank!

Das Benefizkonzert für Georgien, bei dem wir neben anderen Musiker:innen und Tänzer:innen aus Freiburg einen Teil des Abends gestalteten, war gut besucht. Es gab ein abwechslungsreiches Programm, bei dem viele Facetten georgischer Kunst zu erleben waren: Chor und Ensemble, Volkslieder und Stadtlieder, a cappella oder mit Instrumentalbegleitung, traditioneller und künstlerischer Tanz.

Eindringlich wurde über die derzeitige schwierige Lage Georgiens berichtet und erzählt, wie sich dadurch die Situation für Kunstschaffende und sozial Engagierte verändert hat.

Es ist wunderbar, dass diese Menschen mit euren Spenden nach dem Konzert finanziell unterstützt werden können! Ganz herzlichen Dank für euer Interesse an Georgien und für euren Applaus!

Viele Grüße!

Wie ihr seht, verbringen wir den Sommer und den Herbst mit viel Singen draußen und drinnen, in großer oder kleinerer Runde – und das Schmausen darf dabei natürlich auch nicht fehlen! Kurz: Wir sind zurzeit nicht auf der Bühne zu erleben. Statt dessen probieren wir nach Herzenslust viele neue Lieder aus, und sicher werdet ihr einige davon im nächsten Jahr zu hören bekommen. Bis dahin grüßen wir euch herzlich und freuen uns, euch beim nächsten Konzert wiederzusehen!

Abendgesang: Kleiner Rückblick

Am Sonntag vor einer Woche erklang unser Abendgesang in der Peter und Paul-Kapelle in FR-St. Georgen. Dieses Mal hatten wir außer unseren A-cappella-Stücken etwas Besonderes im Gepäck und waren gespannt, wie es beim Publikum ankommen würde: Neben einer dezenten Trommel sollten andere Instrumente als bisher zum Einsatz kommen: Akkordeon (ja, das ist auch in Georgien verbreitet) , Oud (türkische Laute – sozusagen eine Grenzgängerin) und Gitarre – allesamt aus unseren Reihen besetzt.

Die Kapelle füllte sich rasch, bald waren alle Stühle besetzt, ebenso die Empore, und einige Gäste mussten auf den Treppenstufen sitzen oder gar stehen. Herzlichen Dank, dass ihr solche Unbequemlichkeiten in Kauf genommen habt!

Unser Programm war den ruhigeren Liedern unseres Repertoires gewidmet, ergänzt durch Texte/Gedichte. Wir begannen mit Klageliedern: bittere Reue (Varado / ვარადო), Tod eines Kindes (Asmatis Dedis Tirili / ასმათის დედის ტირილი), verlorene Liebe (Qucha-Qucha / ქუჩა-ქუჩა, Patara Gogo / პატარა გოგო), enttäuschte Liebe (Heiamoli / ჰეიამოლი). So unterschiedlich in ihren Themen, so gemeinsam in ihrer Wirkung: Mit ihren emotionalen Angesängen und Gänsehaut-Harmonien ergreifen diese Lieder zutiefst.

Es folgten Lieder des Trostes und der Zuversicht: Etwa die Lebensweisheiten eines Großvaters für seine Enkelin (Modi ak dajek shvilo / მოდი აქ დაჯექ შვილო), Wiegenlieder (u.a. Nana aus Guria / გურული ნანა) und das Heillied Batonebo / ბატონებო.

Die Zartheit dieser Lieder und die Dramatik der Klagelieder berührten unsere Zuhörer:innen sehr – es war so beglückend für uns, das zu spüren!

Hin und wieder stellten wir den Liedern Texte von Khalil Gibran, Luigi Nono und Mascha Kaléko zu Seite, die zum Innehalten einluden und das Nachspüren der Klänge ermöglichten.

Den Abschluss bildeten zwei Lieder, die die Schönheit der Natur beschreiben: Das georgische Morgenlied Dila / დილა und ein Abendlied aus Ostpreußen (Abends treten Elche aus den Dünen).

Es gab lang anhaltenden Applaus, insbesondere auch für unsere Instrumentalist:innen, so dass wir nun wissen: Unsere neuen Begleitinstrumente kommen gut an! Sehr gerne bedankten wir uns mit einer Zugabe: Wir sangen das wunderschöne und in Georgien besonders geliebte Shen Khar Venakhi / შენ ხარ ვენახი, ein Kirchenlied aus dem XIII. Jahrhundert.

Ganz herzlichen Dank für die lieben Rückmeldungen nach dem Konzert und allen Spender:innen für das gut gefüllte Körbchen!